Farben erleben: Verwandle dein Zuhause in ein Meisterwerk
Farben sind die Sprache deines Zuhauses. Sie flüstern Ruhe im Schlafzimmer, rufen Energie in der Küche und strahlen Geborgenheit im Wohnraum aus. Auf Raumblog.de zeigen wir dir, wie du mit der perfekten Farbwahl nicht nur Wände gestaltest, sondern deine Lebensqualität nachhaltig steigerst.
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Die Psychologie der Farben: Wie Töne deine Seele berühren
Jeder Mensch hat eine emotionale Verbindung zu Farben. Wenn du einen Raum betrittst, der in sanftem Salbeigrün gestrichen ist, entspannt sich dein Nervensystem fast augenblicklich. Ein kräftiges Sonnengelb hingegen kann an einem grauen Montagmorgen deine Lebensgeister wecken. Die Wahl der Wandfarbe ist daher weit mehr als eine rein ästhetische Entscheidung – sie ist eine Investition in dein tägliches Wohlbefinden. In der Farbpsychologie wissen wir, dass Blau das Vertrauen fördert, Rot die Leidenschaft weckt und neutrale Beigetöne für eine erdende Stabilität sorgen.
Es geht darum, Räume zu erschaffen, die deine Persönlichkeit widerspiegeln. Wenn du ein eher introvertierter Mensch bist, suchst du vielleicht nach tiefen, umhüllenden Tönen wie Anthrazit oder Mitternachtsblau, die dir Sicherheit geben. Extroverfierte Persönlichkeiten blühen oft in hellen, kontrastreichen Umgebungen auf. Bei Raumblog.de möchten wir dich dazu inspirieren, mutig zu sein. Es muss nicht immer das klassische Weiß sein. Schon eine einzige farbige Akzentwand kann die gesamte Dynamik eines Zimmers verändern und Möbelstücke in einem völlig neuen Licht erstrahlen lassen.
Die Wirkung von Grundfarben und Nuancen
Um die perfekte Farbauswahl zu treffen, hilft ein Blick auf die klassischen Farbfamilien. Jede Gruppe hat ihre eigenen Stärken und Herausforderungen. Es ist die Kunst der Nuancierung, die den Unterschied zwischen einem gewöhnlichen Anstrich und einem professionellen Design-Konzept ausmacht.
Warme Farben: Gemütlichkeit und Energie
Rot, Orange und Gelb zählen zu den warmen Farben. Sie verkürzen optisch die Distanz und lassen Räume kleiner, aber dafür wesentlich gemütlicher wirken. Ein sattes Terrakotta im Esszimmer schafft eine Atmosphäre wie bei einem Abendessen in der Toskana. Gelb ist die Farbe der Kommunikation – ideal für Orte, an denen Menschen zusammenkommen. Achte bei warmen Tönen jedoch auf die Intensität. Ein zu grelles Rot kann in kleinen Räumen schnell erdrückend wirken. Hier helfen gebrochene Töne wie Rostrot oder Altrosa, die Wärme zu bewahren, ohne den Raum zu dominieren.
Kalte Farben: Weite und Klarheit
Blau, Violett und kühle Grüntöne gehören in diese Kategorie. Sie wirken distanzierend, was bedeutet, dass Wände optisch zurücktreten. Das macht kalte Farben zu den perfekten Begleitern für kleine Wohnungen. Blau erinnert uns an die Unendlichkeit des Himmels und die Tiefe des Ozeans, was eine meditative Stille erzeugt. Grün ist die Farbe der Natur und der Erneuerung. Es ist die ideale Wahl für das Homeoffice oder das Badezimmer, da es Frische und Konzentration gleichermaßen fördert. Mit kühlen Farben schaffst du eine moderne, seriöse Ästhetik, die Klarheit in den Alltag bringt.
Farbtypen und ihre technischen Eigenschaften
Farbe ist nicht gleich Farbe. Neben dem Pigment spielt die chemische Zusammensetzung eine entscheidende Rolle für das Ergebnis und die Haltbarkeit. Je nach Untergrund und Beanspruchung solltest du die passende Art wählen.
| Farbtyp | Eigenschaften | Bester Einsatzort |
|---|---|---|
| Dispersionsfarbe | Wasserlöslich, schnelltrocknend, große Auswahl | Wohnräume, Decken |
| Latexfarbe | Scheuerbeständig, wasserabweisend, robust | Küche, Flur, Treppenhaus |
| Silikatfarbe | Atmungsaktiv, mineralisch, schimmelhemmend | Keller, Altbau, Fassade |
| Kreidefarbe | Matt, pudrig, ökologisch, vintage-look | Möbel, Schlafzimmer |
| Lehmfarbe | Feuchtigkeitsregulierend, natürlich | Ökologische Wohnräume |
Die 60-30-10 Regel: Das Geheimnis harmonischer Räume
Hast du dich schon einmal gefragt, warum Hotelzimmer oder Musterwohnungen so perfekt aussehen? Sie folgen oft einer einfachen gestalterischen Formel: der 60-30-10 Regel. Diese hilft dir, Farben so zu verteilen, dass das Auge nicht überfordert wird, aber dennoch keine Langeweile aufkommt. 60 Prozent des Raumes werden von der Hauptfarbe dominiert – meist ein neutraler Ton an den Wänden oder auf dem Boden. 30 Prozent entfallen auf eine Sekundärfarbe, die in Möbeln, Vorhängen oder Teppichen wiederkehrt. Die restlichen 10 Prozent sind für Akzentfarben reserviert. Hier darfst du knallig werden: Kissen, Kunstwerke oder Vasen in einer Kontrastfarbe verleihen dem Raum Charakter.
Diese Regel gibt dir die Freiheit, mit Trends zu spielen, ohne die Basis deines Zuhauses jedes Jahr neu streichen zu müssen. Wenn du eine zeitlose Hauptfarbe wie Greige oder ein sanftes Grau wählst, kannst du die Akzentfarben je nach Jahreszeit oder Modegeschmack einfach austauschen. So bleibt dein Zuhause flexibel und wirkt stets wie von einem Profi eingerichtet.
Licht und Farbe: Das Chamäleon-Prinzip
Eine Farbe sieht im Geschäft völlig anders aus als in deinem Wohnzimmer. Das liegt an der Metamerie – der Veränderung der Farbwahrnehmung durch unterschiedliche Lichtquellen. Nordlicht ist eher kühl und bläulich, was Farben dunkler und kälter wirken lässt. Südlicht hingegen ist warm und intensiviert Gelb- und Rottöne. Bevor du dich für einen großen Eimer Farbe entscheidest, solltest du unbedingt ein Muster an die Wand streichen oder eine Farbkachel aufstellen.
Beobachte die Farbe zu verschiedenen Tageszeiten. Am Morgen, wenn die Sonne tief steht, wirkt ein Grauton vielleicht zartrosa, während er am Abend unter künstlichem LED-Licht fast ins Grünliche kippen kann. Auch die Farbtemperatur deiner Leuchtmittel spielt eine Rolle. Warmweißes Licht (ca. 2700 Kelvin) schmeichelt warmen Wandfarben, während tageslichtweißes Licht (über 5000 Kelvin) kühle Töne zum Strahlen bringt. Licht und Farbe sind untrennbare Partner bei der Raumgestaltung.
Optische Täuschungen: Räume mit Farbe modellieren
Mit der richtigen Technik kannst du die Architektur deines Hauses korrigieren. Ein langer, schmaler Flur wirkt weniger schlauchförmig, wenn die Stirnseite in einer dunklen, warmen Farbe gestrichen wird – sie rückt optisch näher. Niedrige Decken lassen sich „anheben“, indem du sie in einem helleren Ton als die Wände streichst oder einen schmalen weißen Streifen am oberen Rand der Wand stehen lässt. Dies trickst das Auge aus und schafft Luftigkeit.
Große, weite Räume können hingegen verloren wirken. Hier helfen dunkle Decken oder horizontale Farbbänder, die den Raum optisch stauchen und ihm mehr Intimität verleihen. Auch das Streichen von Türrahmen in der gleichen Farbe wie die Wand (Ton-in-Ton) sorgt für Ruhe und lässt den Raum großzügiger erscheinen. Farbe ist dein Werkzeugkasten, um Raumgrenzen zu verschieben und Proportionen neu zu definieren.
Nachhaltigkeit und Wohngesundheit: Atme auf
In der modernen Welt verbringen wir bis zu 90 Prozent unserer Zeit in Innenräumen. Daher ist es essenziell, welche Stoffe wir uns an die Wände holen. Herkömmliche Farben können flüchtige organische Verbindungen (VOC) abgeben, die Kopfschmerzen oder Allergien auslösen können. Wir bei Raumblog.de setzen uns für gesundes Wohnen ein. Achte beim Kauf auf Siegel wie den „Blauen Engel“ oder Labels für emissionsarme Farben.
Mineralfarben wie Silikat- oder Kalkfarben sind von Natur aus frei von Konservierungsstoffen und Bioziden. Sie sind hochgradig diffusionsoffen, was bedeutet, dass deine Wände „atmen“ können. Dies reguliert die Luftfeuchtigkeit und beugt Schimmelbildung vor – ein unschätzbarer Vorteil für die Gesundheit deiner Familie. Zudem sind natürliche Pigmente oft lichtechter und behalten ihre Brillanz über Jahrzehnte, was sie zu einer nachhaltigen Wahl für die Zukunft macht.
Vorbereitung und Werkzeug: Die Basis für ein perfektes Ergebnis
Das eigentliche Streichen macht oft nur 20 Prozent der Arbeit aus. Die restlichen 80 Prozent entfallen auf die Vorbereitung. Eine glatte, saubere Wand ist die Voraussetzung für einen streifenfreien Anstrich. Löcher müssen verspachtelt, lose Tapeten entfernt und sandende Putze grundiert werden. Benutze hochwertiges Abklebeband, um scharfe Kanten zu erzielen, und entferne es, solange die Farbe noch leicht feucht ist – so verhinderst du, dass die getrocknete Farbschicht einreißt.
- Grundierung: Sorgt für gleichmäßige Saugfähigkeit des Untergrunds.
- Ecken und Kanten: Erst mit einem Pinsel vorstreichen (besneiden), dann mit der Rolle nacharbeiten.
- Nass-in-Nass: Streiche immer ganze Flächen ohne Pause, um Ansätze zu vermeiden.
- Qualitätsrollen: Investiere in Rollen aus Mikrofaser oder Polyamid für eine optimale Farbaunahme.
Nichts ist frustrierender als eine Wand, die nach dem Trocknen fleckig aussieht. Oft liegt das an minderwertigem Werkzeug, das die Farbe nicht gleichmäßig abgibt. Ein guter Pinsel und eine hochwertige Rolle sind ihr Geld wert und machen den Unterschied zwischen einem DIY-Projekt und einem meisterhaften Finish.
Trendfarben vs. Zeitlosigkeit
Jedes Jahr küren große Institute die „Farbe des Jahres“. Ob es ein sanftes Peach Fuzz, ein tiefes Marsala oder ein leuchtendes Illuminating ist – Trends geben uns frische Impulse. Doch Vorsicht: Trends kommen und gehen. Dein Zuhause sollte ein Ort sein, der dich über Jahre hinweg begleitet. Wir empfehlen, Trendfarben für Dinge zu nutzen, die sich leicht ändern lassen: Textilien, Deko oder eine kleine Akzentwand.
Zeitlose Klassiker wie Navy-Blau, Waldgrün oder warme Weißtöne bilden das Fundament. Sie lassen sich wunderbar mit modernen Elementen kombinieren und wirken nie altmodisch. Ein durchdachtes Farbkonzept wächst mit dir. Es erlaubt dir, im Laufe der Zeit neue Akzente zu setzen, ohne das gesamte Haus auf den Kopf stellen zu müssen. Wahre Eleganz liegt in der Beständigkeit der Basis kombiniert mit der Frische kleiner Veränderungen.
Farben im Außenbereich: Der erste Eindruck zählt
Die Fassadenfarbe ist die Visitenkarte deines Hauses. Hier spielen technische Aspekte wie UV-Beständigkeit und Wetterschutz eine noch größere Rolle. Dunkle Farben an der Fassade heizen sich im Sommer extrem auf, was zu Spannungsrissen im Putz führen kann. Helle Töne sind hier oft die sicherere Wahl. Dennoch kannst du mit farbigen Haustüren oder Fensterläden Akzente setzen, die dein Haus aus der Masse hervorheben.
Denk auch an die Umgebung. Dein Haus steht nicht isoliert, sondern ist Teil eines Straßenzuges oder einer Landschaft. Ein harmonisches Zusammenspiel mit den Nachbarhäusern und der Natur sorgt für ein seriöses und ästhetisches Gesamtbild. Fassadenfarben mit Lotus-Effekt sorgen zudem dafür, dass Schmutz mit dem Regen einfach abgewaschen wird – so bleibt dein Zuhause länger strahlend sauber.
Häufige Fragen zum Thema Farben
Welche Farbe eignet sich am besten für das Badezimmer?
Im Badezimmer herrscht oft hohe Luftfeuchtigkeit, daher ist die Wahl der richtigen Farbe entscheidend. Klassische Dispersionsfarben können hier an ihre Grenzen stoßen. Ideal sind spezielle Badfarben oder Latexfarben, da diese wasserabweisend und meist mit Wirkstoffen gegen Schimmelbildung versetzt sind. Eine noch bessere, ökologische Alternative sind Silikatfarben. Sie gehen eine feste chemische Verbindung mit dem Untergrund ein und sind von Natur aus alkalisch, was Schimmelpilzen den Nährboden entzieht und die Wand atmungsaktiv hält.
Wie viele Schichten Farbe muss ich streichen?
Das hängt stark von der Deckkraftklasse der Farbe und dem Kontrast zum Untergrund ab. Hochwertige Farben der Deckkraftklasse 1 decken oft schon beim ersten Anstrich, besonders wenn Ton-in-Ton gestrichen wird. Wenn du jedoch eine dunkle Wand hell streichen möchtest, sind in der Regel zwei Anstriche nötig. Der erste Anstrich dient als Basis, der zweite sorgt für die nötige Tiefe und ein gleichmäßiges Finish. Lass der Farbe zwischen den Schichten genügend Zeit zum Trocknen – meistens ca. 4 bis 6 Stunden.
Kann man über dunkle Farben einfach drüberstreichen?
Ja, das ist möglich, erfordert aber Geduld und die richtige Vorbereitung. Wenn du von einer sehr dunklen Farbe (z.B. Schwarz oder Dunkelrot) zu einer hellen Farbe wechseln möchtest, empfiehlt sich ein Zwischenanstrich mit einer speziellen Sperrgrundierung oder einer günstigen weißen Dispersionsfarbe. Dies verhindert, dass der dunkle Ton durchschimmert („Ausbluten“). Danach kannst du mit deiner Wunschfarbe in zwei Schichten arbeiten. Achte darauf, dass die alte Farbe fest sitzt und nicht blättert.
Wie berechne ich die benötigte Menge an Farbe?
Die Faustformel lautet: Wandfläche in Quadratmetern mal zwei (für zwei Anstriche) geteilt durch die Ergiebigkeit der Farbe (steht auf dem Eimer, meist ca. 6-8 m² pro Liter). Ein Beispiel: Ein Zimmer mit 20 m² Grundfläche hat bei einer Deckenhöhe von 2,50 m etwa 45 m² Wandfläche (abzüglich Fenster und Türen). Bei zwei Anstrichen musst du also 90 m² decken. Wenn die Farbe 7 m² pro Liter schafft, benötigst du ca. 13 Liter Farbe. Runde immer großzügig auf, um für Ausbesserungen gewappnet zu sein.
Was ist der Unterschied zwischen matter und glänzender Farbe?
Matte Farben schlucken das Licht und wirken sehr edel und ruhig. Sie sind ideal für Wohn- und Schlafzimmer, da sie kleine Unebenheiten in der Wand kaschieren. Glänzende Farben hingegen reflektieren das Licht und lassen Farben brillanter wirken. Sie sind sehr strapazierfähig und leicht abwischbar, was sie perfekt für Küchen oder Kinderzimmer macht. Allerdings betonen glänzende Oberflächen jeden Makel im Putz. Eine gute goldene Mitte ist „seidenglänzend“ oder „seidenmatt“.
Warum blättert Farbe manchmal von der Wand ab?
Das hat meist zwei Ursachen: mangelnde Haftung oder Feuchtigkeit. Wenn auf einen sandigen oder staubigen Untergrund ohne Grundierung gestrichen wurde, kann die Farbe keine Verbindung eingehen. Auch das Streichen mit wasserbasierter Farbe auf eine alte Öl- oder Lackschicht führt zum Abblättern. Die zweite Ursache ist Feuchtigkeit, die von hinten durch die Wand drückt und die Farbschicht abhebt. In diesem Fall muss erst die Ursache der Feuchtigkeit behoben werden, bevor ein neuer Anstrich Sinn macht.
Kann ich Farben verschiedener Hersteller mischen?
Davon raten wir generell ab. Auch wenn beide Farben „Dispersionsfarbe“ heißen, können sie unterschiedliche Bindemittel und Zusatzstoffe enthalten. Das Mischen kann zu Klumpenbildung, schlechter Trocknung oder fleckigen Ergebnissen führen. Wenn du einen ganz individuellen Ton möchtest, lass dir die Farbe lieber im Baumarkt oder Fachhandel professionell anmischen. Dort wird der Code gespeichert, sodass du auch nach Jahren exakt den gleichen Farbton nachkaufen kannst.
Wie entferne ich Farbspritzer von Fliesen oder Parkett?
Frische Spritzer lassen sich am besten sofort mit einem feuchten Tuch aufnehmen. Wenn die Farbe bereits getrocknet ist, hilft bei wasserbasierten Dispersionsfarben warmes Wasser mit etwas Spülmittel. Lass es kurz einwirken und schabe die Farbe dann vorsichtig mit einem Kunststoffspachtel oder dem Fingernagel ab. Bei Parkett solltest du extrem vorsichtig sein, um die Versiegelung nicht zu beschädigen. Lösungsmittelhaltige Farben erfordern spezielle Reiniger, hier solltest du erst an einer unauffälligen Stelle testen.
Was sind Voll- und Abtönfarben?
Voll- und Abtönfarben sind hochkonzentrierte Farbpasten. Du kannst sie entweder pur für sehr kräftige Akzente verwenden oder in weiße Wandfarbe mischen, um individuelle Pastelltöne zu kreieren. Wichtig beim Selbermischen: Mische immer genug Farbe für das gesamte Projekt an, da es fast unmöglich ist, den exakten Ton ein zweites Mal manuell zu treffen. Rühre die Farbe sehr gründlich um, am besten mit einem Rühraufsatz für die Bohrmaschine, um Farbschlieren an der Wand zu vermeiden.
Sind teure Markenfarben wirklich besser als Discounter-Produkte?
In den meisten Fällen: Ja. Der Preisunterschied liegt meist am Pigmentanteil und der Qualität der Bindemittel. Teure Farben haben eine höhere Deckkraft (du brauchst weniger Anstriche), spritzen beim Rollen weniger und haben ein gleichmäßigeres Trocknungsbild. Billigfarben enthalten oft mehr Füllstoffe wie Kreide, was dazu führt, dass sie weniger wischfest sind und beim Streichen schneller Streifen bilden. Auf lange Sicht sparst du mit einer Qualitätsfarbe Zeit und Material.
Welche Farbe hilft gegen Nikotingelb an der Wand?
Normales Weiß reicht hier nicht aus, da die wasserlöslichen Nikotinstoffe durch die neue Farbe einfach wieder nach oben wandern. Hier benötigst du eine spezielle „Isolierfarbe“ oder einen „Sperrgrund“. Diese Farben bilden eine geschlossene Barriere, die Nikotin, Ruß oder getrocknete Wasserflecken einschließt. Erst danach kannst du mit einer normalen Wandfarbe drüberstreichen. Achte beim Verarbeiten von Isolierfarben auf gute Belüftung, da diese oft lösemittelhaltig sind.
Wie lange ist geöffnete Wandfarbe haltbar?
Wenn der Eimer gut verschlossen ist und kühl, aber frostfrei gelagert wird, hält sich Farbe etwa 12 Monate. Riecht die Farbe beim Öffnen jedoch faulig oder stechend, haben sich Bakterien gebildet – dann gehört sie in den Sondermüll. Ein Tipp für die Lagerung: Reinige den Rand des Eimers gründlich, bevor du den Deckel schließt, und drehe den Eimer kurz auf den Kopf. So schließt der Deckel luftdicht ab und es bildet sich keine Haut auf der Oberfläche.
Können Allergiker bedenkenlos streichen?
Allergiker sollten gezielt nach Farben ohne Konservierungsstoffe suchen (oft als „für Allergiker geeignet“ gekennzeichnet). Viele herkömmliche Farben enthalten Isothiazolinone, um die Haltbarkeit im Eimer zu garantieren – darauf reagieren manche Menschen empfindlich. Silikatfarben oder Kalkfarben sind hier die beste Wahl, da sie aufgrund ihres hohen pH-Wertes keine Konservierungsstoffe benötigen. Dennoch sollte während und nach dem Streichen gründlich gelüftet werden, bis die Farbe vollständig durchgetrocknet ist.
Wie streiche ich eine Decke ohne Streifen?
Das Geheimnis ist viel Farbe und Schnelligkeit. Die Decke sollte immer zuerst gestrichen werden, bevor die Wände dran sind. Arbeite mit einer Teleskopstange, damit du zügig große Bahnen ziehen kannst. Streiche immer „mit dem Licht“, also vom Fenster weg in den Raum hinein. So siehst du besser, wo du schon warst, und Schattenwürfe durch Ansätze werden minimiert. Achte darauf, dass die Rolle immer gut gesättigt ist – „trockenes“ Rollen ist die Hauptursache für Streifen.
Gibt es Farben, die die Luft reinigen?
Ja, es gibt sogenannte photokatalytische Farben. Diese enthalten spezielle Pigmente (meist Titandioxid), die unter Lichteinfluss organische Schadstoffe und Gerüche in der Luft zersetzen. Das funktioniert besonders gut in hellen Räumen mit viel Tageslicht. Auch wenn diese Farben keinen Ersatz für regelmäßiges Lüften darstellen, können sie das Raumklima in belasteten Umgebungen (z.B. in Städten oder Raucherhaushalten) spürbar verbessern. Sie sind oft etwas teurer, bieten aber einen echten technologischen Mehrwert.
Was bedeutet „Nassabriebklasse“?
Die Nassabriebklasse gibt an, wie widerstandsfähig die getrocknete Farbe gegen mechanischen Abrieb (z.B. Putzen) ist. Es gibt die Klassen 1 bis 5. Klasse 1 ist die höchste Qualität (scheuerbeständig), Klasse 2 ist „waschbeständig“ – ideal für Wohnräume. Klasse 3 reicht für Decken oder Räume mit geringer Beanspruchung. Farben der Klassen 4 und 5 sind meist sehr günstig, färben aber beim Abwischen mit einem feuchten Tuch sofort ab. Für langlebige Wände solltest du immer zu Klasse 1 oder 2 greifen.
Kann man Heizkörper mit normaler Wandfarbe streichen?
Nein, das ist nicht empfehlenswert. Wandfarbe ist nicht für die thermische Belastung und die glatte Metalloberfläche ausgelegt. Sie würde schnell reißen oder abblättern. Für Heizkörper gibt es speziellen Heizkörperlack, der hitzebeständig ist und auch bei hohen Temperaturen nicht vergilbt. Wenn du möchtest, dass der Heizkörper farblich zur Wand passt, kannst du den Lack im gleichen Farbton anmischen lassen. Vorher muss der Heizkörper gründlich gereinigt und leicht angeschliffen werden.
Sind Lehmfarben wirklich so gut für das Raumklima?
Lehmfarben sind wahre Wunderwerke der Natur. Sie können aufgrund ihrer speziellen Tonminerale enorme Mengen an Luftfeuchtigkeit puffern und bei trockener Luft wieder abgeben. Zudem binden sie Gerüche und wirken antistatisch (ziehen also weniger Staub an). Sie haben eine wunderschöne, tiefmatte Optik. Einziger Nachteil: Sie sind nicht wasserfest. In einem Spritzbereich (z.B. über dem Waschbecken) sind sie daher weniger geeignet. Für Schlaf- und Kinderzimmer sind sie jedoch eine der besten Wahlen für ein gesundes Zuhause.
Wann ist die beste Jahreszeit zum Streichen?
Ideal sind Frühling und Herbst bei moderaten Temperaturen zwischen 15 und 25 Grad. Im Hochsommer trocknet die Farbe oft zu schnell, was zu Streifen führt, da man nicht „nass-in-nass“ arbeiten kann. Im tiefsten Winter ist die Luftfeuchtigkeit oft zu hoch oder die Wände sind zu kalt, was die Trocknung verzögert. Wenn du im Winter streichst, achte auf konstantes Heizen und regelmäßiges Stoßlüften, damit die Feuchtigkeit aus der Farbe aus dem Raum transportiert werden kann.
Wie entsorge ich Farbreste richtig?
Flüssige Farbreste dürfen niemals in den Abfluss oder die Toilette geschüttet werden, da sie die Umwelt belasten. Sie gehören zur Schadstoffsammelstelle deiner Gemeinde. Ein Tipp: Lass kleine Reste im Eimer einfach bei offenem Deckel eintrocknen. Eingetrocknete Dispersionsfarben können meistens über den normalen Hausmüll entsorgt werden, da die flüssigen Bestandteile verflogen sind. Die leeren Kunststoff-Eimer gehören in den Gelben Sack oder die Wertstofftonne.